Mittwoch, 17. Mai 2017

Umbau des Antennensockels beim Opel Astra Twin Top

Hallo,

vor ein paar Jahren hatte ich an meinem Twin Top die Antenne getauscht. Da die neue Antenne leider am Gewinde rostete und sich vom Antennensockel nicht mehr löste, musste ein neuer her.

Hier habe ich Schritt für Schritt den Tausch fotografiert. Man möge die schlechte Bildqualität verzeihen, denn umbauen und gleichzeitig fotografieren ist manchmal etwas fummelig:





















Sonntag, 12. März 2017

Fischer DUOPOWER



trnd-Projekt  >> Fischer DUOPOWER <<

Meine Bewerbung für das Projekt Fischer Duopower bei trnd war erfolgreich.

Mein Heimwerkerherz schlug gleich höher, als das Paket kam und ich es auspacken durfte!

Im Karton befand sich eine Box, den sogenannten FIXtainer mit unterschiedlich großen Schrauben und Dübeln in aufgeteilten Fächern, 10 Probepackungen mit Schrauben und Dübeln und die Projektunterlagen.





So konnte ich dann auch meine ersten Arbeiten starten:

Wandhalterung für unseren TV anbringen:



und eine Mehrfachsteckdose an die Wand befestigen:


 

Mittwoch, 4. Januar 2017

Männer-Windlicht

Ein Windlicht für einen Mann - mit weniger Chichi





Material:

für das Windlicht:
ein Vorratsglas
wieder verwendbare adhäsive Schablonen
Glasätzpaste
Klebeband
Holzstäbchen zum Auftragen der Ätzpaste
Spitzenborte
Schleifenband
Strass-Schnalle
Votivglas
Teelicht

für den Engel-Anhänger:
ein langer Nietstift
ein Karabinerhaken
eine weiße Natursteinkugel
eine etwas kleinere Rosenquarzkugel
zwei Endkappen
zwei Zwischenringe mit Strass
ein Engelsflügel
eine kleine Glasperle


Arbeitsschritte:

Glas sorgfältig säubern, die Schablonen auf das Glas aufbringen, die nicht zu ätzenden Flächen mit Klebeband abkleben (denn auch die Dämpfe der Ätzpaste ätzen das Glas) und die Paste aufbringen. Das Ätzmittel lange genug wirken lassen, dann die Paste entfernen und das Glas gut abspülen.

Den Schraubrand mit einer Spitzenborte abdecken und zur Schleife binden. Vorher noch eine Strass-Schnalle aufziehen, unter dieser Schnalle ein Stück andersfarbiges Schleifenband ziehen und die Ränder mit einer Zackenschere schräg schneiden. Das Engelchen an der Schleife befestigen, Vogelsand in das Glas schütten, ein Votivglas mit einem Teelicht in den Sand drücken - fertig ist das Windlicht.

Während der Einwirkzeit habe ich einen kleinen Engel-Anhänger gebastelt.
Auf den Nietstift habe ich in folgender Reihenfolge die Teile aufgezogen:
1. Endkappe
2. Natursteinkugel
3. Endkappe
4. Strass-Zwischenring
5. Engelsflügel
6. Rosenquarzkugel
7. Strass-Zwischenring
8. Glasperle
Nietstift soweit kürzen, dass noch genug übersteht, um daraus einen Ring zu formen, in dem der Karabinerhaken eingehängt werden kann.



Sonntag, 27. November 2016

Adventskranz


Adventskranz aus einer Schwimmnudel

Wenn aus einer Schwimmnudel ein Adventskranz wird, steckt da viel Zeit und Arbeit drin.







Samstag, 11. Juni 2016

Reisebericht Normandie/ Bretagne 2004

Reisebericht Normandie-Bretagne 2004

Mein Frankreich-Reise begann von Borken, über Duisburg, nach Saarbrücken in Metz (Lothringen).

Von dort aus fuhr ich zuerst nach Paris über Rouen (in Rouen wurde Jeanne d'Arc, die Jungfrau von Orléans verbrannt) zu meinem ersten Zielort Le Havre. Insgesamt waren es genau 3.295,6 km!

~ Le Havre ~

Zahlenmäßig ist Le Havre die größte Stadt der Normandie, größenmäßig die zweite nach Rouen.


















In Le Havre übernachtete ich im Hotel d´Angleterre und fuhr am frühen Morgen weiter nach Caen.

~ Le Pont de Normandie ~

Fahrt von Le Havre nach Caen, aus dem fahrenden Auto fotografiert






~ Caen ~


Die deutsche Partnerstadt von Caen ist Würzburg.
Dort legte ich einen längeren Stop ein, um mir die Burg von Caen anzusehen.





Kirche Saint-Pierre von Caen








~ Bayeux ~



In Bayeux angekommen, besuchte ich zuerst das "Musee Memorial 1944 Bataille de Normandie" (Eintritt: 5 €).
Die Bilder lasse ich unkommentiert hier stehen.

Musee Memorial 1944 Bataille de Normandie



Die gezeigten Fotos sind nach "§ 86 Abs. 3 des Strafgesetzbuches zur Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens" zu sehen und auch so zu behandeln!










































Danach fuhr ich in Bayeux rein und schaute mir etwas die Stadt an.

Kathedrale von Bayeux





Anschließend gegen 15:20 Uhr schaute ich mir den berühmten "Teppich von Bayeux" an.

Das "Teil" ist 70 m lang und mit feiner Stickerei wird dort die Geschichte des Wilhelm der Eroberer erzählt. Nachdem man sich ein Film in französischer oder englischer Sprache anschauen kann, macht man den Rundgang mit einem Audiogerät (auch in deutscher Sprache), welches jede Szene auf dem Teppich schildert, die dort abgebildet ist. Der Eintritt beträgt übrigens 7,40 €.


~ Teppich von Bayeux ~










Verständlicherweise kann ich hier nicht alle Bilder, die ich vom Teppich gemacht habe einfügen.

Die Szenen des Teppichs wurden noch mal auf Leinen gemalt mit Erklärungen, was in welcher Szene passiert.

~ Cherbourg ~


In Bayeux besorgte ich mir noch ein kleines Souvenir und fuhr nach Cherbourg. Die deutsche Partnerstadt von Cherbourg ist Northeim. Hey, dort gibt es sogar ein Aldi! Es war schon gegen halb acht abends, als ich mich entschied, doch noch mit der Fähre nach England rüberzusetzen.





Allerdings ließ ich mein Auto auf dem Parkplatz im Hafen stehen! Den Linksverkehr traute ich mir nun doch nicht zu.
25 € für die Hin- und Rückfahrt als "Footpassenger", das fand ich noch in Ordnung.

Leider war das Wetter so schlecht, dass die Fähre (Pride of Cherbourg) Verspätung hatte und wir erst gegen 22:00 Uhr nach Portsmouth/England ablegten. Oben auf dem Foto ist schon die starke Wolkenbildung zu sehen. Auf der Überfahrt verschlechterte sich das Wetter weiterhin, dass der Kapitän uns schon mitteilte, dass wir aufgrund der dermaßen schlechten Wetterlage, erst gegen 7:00 Uhr in Portmouth Ortszeit (1 Stunde zurück, wenn wir 8:00 Uhr haben, ist es bei denen erst 7:00 Uhr) ankommen werden. Eine zeitlang habe ich mich mit einen netten älteren Engländer unterhalten, der mir erzählte, dass er sich in Frankreich ein Haus gekauft hat und dort zum Großteil dort lebt. Graham erzählte mir von seinen Söhnen und dass die Freundin seines ältesten in England für die P&O Ferries arbeitet. Er meinte auch, so schlecht sei das Wetter um diese Zeit noch nie gewesen. Die Fahrt war unendlich lang. Wir haben teilweise auf dem mit Teppich ausgelegten Boden geschlafen, denn die Sitze waren zu unbequem. Auch ich habe mich auf dem Boden an eine Wand gelegt, die Fähre krängerte ganz schön... Nix für empfindliche Mägen, mir kann das aber als Sportbootfahrer (ja, mit beiden Sportbootführerscheinen!) nix anhaben.... *g*


~ Portsmouth / England ~



Morgens, keineswegs ausgeschlafen, aber notdürftig im Waschraum der Fähre frisch gemacht, legten wir endlich in Portsmouth (die Geburtsstadt Charles Dickens) an. Wie man oben auf den Fotos sehr schön sehen kann, war das Wetter recht angenehm dort! Ich hatte um viertel vor 8 auf der Fähre 40 € gegen 22,36 Britische Pfund getauscht. Es war schon gegen halb neun Ortszeit (war natürlich klar, dass ich mich erst mal mit der Zeit vertan habe! *gg*), als ich die Fähre verlassen konnte.
Kurz zuvor habe ich mich von Graham verabschiedet, der ja mitsamt Auto rübersetzte. Mit einem Taxi fuhr ich erst mal zum Bahnhof, um zu erfragen, was die Fahrt nach London und zurück kostet.





Die Fahrt nach London empfehle ich keinesfalls! Denn in London braucht man die Underground und die Karte hätte mir 48 Britische Pfund gekostet! Ja, hallo? Bin ich Krösus? Für die paar Stunden, war mir der Spaß einfach zu teuer! Es ist also keine gute Idee, wenn man nach London will, diesen Weg auf sich zu nehmen, Calais - Dover oder per Flieger ist allemal die bessere Alternative. Mir sind auf der Fähre viele Motorradfahrer aufgefallen, das kann ich mir toll vorstellen. Da mich aber keine 10 Pferde auf so ein Zweirad kriegen, verschwende ich daran erst gar keinen Gedanken. So machte ich mich auf dem Weg in die grade erwachende Stadt. Naja, Stadt kann man nicht grade sagen, da ist Borken zumindest von der Fußgängerzone größer! In Allders, ein Laden wie C&A oder Karstadt (nur die Preise haben mich dort ziemlich umgehauen) bin ich dann um 9 Uhr Uhr ins Restaurant, um zu frühstücken. Der Preis war auch in Ordnung, man bekam 6 Teile für 1,95 Britische Pfund. Das Mädel, was mich bediente, war supernett! Wie eben wohl alle Engländer, ich habe keinen einzigen unfreundlichen Engländer erlebt! Weder in Frankreich noch in England selbst. Aber das Frühstück war nix für Mutter ihr Kind. Toast mit Spiegelei war ja noch okay, aber Würstchen zum Frühstück? Und geschmeckt hat das Würstchen absolut nicht! Vielleicht hätte man die grillen sollen, dann wäre es eventuell noch was geworden... Nachdem ich mich etwas mehr frisch gemacht und Zähne geputzt hatte (ich hatte meinen Trolli mit und supersauber war es überall!), kaufte ich um 10 Uhr eine Kleinigkeit, schaute dann bei Woolworth in der Commercial Road rein und in einem anderen Geschenkeshop speziell für Geburtstagskinder, welches auch sinnigerweise "Birthdays" heißt.

Dort fand ich etwa gegen kurz vor halb elf eine Kleinigkeit für meine Tochter und für mich! ;-) Man muß ja nicht unbedingt Geburtstag haben, ne? Da ich aber Portsmouth nicht so sonderlich interessant fand, nahm ich mir dann ein Taxi zu den Fähren. Diesmal hat die Rückfahrt nur 5 Stunden gedauert und das Wetter war von regnerisch bis herrlich sonnig, meist war es aber schön.







Im Hintergrund oben ist ein Katamaran der P&O Ferries zu sehen. Trotz, dass die Sonne zeitweilig knallte, war es windig und frisch auf der Pride of Cherbourg (die selbe Fähre, wie auf der Hinfahrt)! Ein freundlicher Engländer war so nett und hat das Foto von mir aufgenommen! Auch wenn ich ganz schön strubbelig und fertig aussehe, strahle ich noch!




Tschüß Portsmouth! Tschüß England!

Zwar ist es immer windig auf den Fähren und das Wasser nie ruhig (wie man anhand des Fotos mit mir sehen kann), aber diesmal kamen wir einigermaßen pünktlich in Cherbourg an. Auf der Fähre habe ich mir um kurz nach elf Uhr (wieder unsere Zeit) vom restlichen englischen Geld Tee und Wasser gekauft, paar Pence habe ich trotzdem noch übrig behalten. In Cherbourg angekommen, bin ich zum Aldi gefahren, und habe mir dort erst mal was zu Beißen für unterwegs gekauft (Beleg zeigt 18:32 Uhr). Ob der Aldi-Wein aus Frankreich schmeckt, kann ich noch nicht sagen....

Dann setzte ich meinen Weg über Lessay, Coutances (dort getankt um 19:44 Uhr, kurz in der Stadt gewesen und bei Mc Donalds etwas gegessen) Avranches (habe da noch zwei weitere Fotos gemacht, siehe unten).


Wenn man auf die Fotos klickt, vergrößern sie sich und wenn man nochmal darauf klickt, hat man sie in Originalgröße.
Unten im Bild auf der linken Hälfte sieht man die Basilika Saint-Gervais d'Avranches und in der rechten Hälfte die Kirche Notre-Dame-des-Champs.


Am Le Mont-St.-Michel und St. Malo vorbei, über St. Brieuc Richtung Brest fort. Eigentlich wollte ich ins etwa 60 km weitere Brest, um mir dort ein Zimmer zu nehmen, ich war aber so tierisch kaputt von den vorangegangenen Strapazen und ich kam erst gegen 23 Uhr in Morlaix an, dass ich nicht mehr weiter wollte.


~ Morlaix ~


Morlaix ist ein sehr hübscher Ort! Oben fährt gerade ein Zug über die Brücke.

Das 58 m über die Stadt ragende zweistöckige Eisenbahnviadukt von 1863 ist das Wahrzeichen Morlaix.



Bei einer Bank holte ich noch 100 € und machte mich auf die Suche nach einem Hotel. Das eine hatte geschlossen und das andere wollte als 2-Sterne-Hotel 55 € haben. Da habe ich dankend abgelehnt und beschlossen, die sieben Stunden im Auto zu schlafen. Auf einem abgelegenen Parkplatz machte ich es mir auf dem Beifahrersitz "gemütlich". Wieder eine Nacht ohne Bett, aber was soll´s! Morlaix ist ein total niedliches Örtchen. Hübsche Gebäude mit interessanten Fassaden, einen kleinen Innenhafen und das interessante ist das Viaduklt welches das Örtchen so bezeichnend macht. Um halb acht begab ich mich auf zu neuen Ufern...


~ Brest ~

Brest erreichte ich in etwa einer Stunde, aber es gefällt mir überhaupt nicht. In Brest habe ich um 9 Uhr für 1,03 €/l Super bleifrei getankt. Das sind noch vernünftige Preise!!!

Eine typische Hafenstadt mit viel Industrie. Ich eierte etwas am Hafen und in der Stadt herum, fand aber an Brest nicht wirklich etwas Reizvolles und fuhr nach Quimper.B


~ Quimper ~

Dort um 10 vor 10 Uhr angekommen, erkundete ich die Partnerstadt von Remscheid.


2. Auto von links: meins!

Ich war begeistert! Wieder diese Vielseitigkeit der Fassaden, der Einkaufssträßchen und dieser Charme. Schön!









Liebevoll gemachte Gartenanlagen und das Flüsschen Odet trägt zum Reiz dieser Stadt bei.







Die Lädchen dort laden wirklich zum Shoppen ein. Was mir aufgefallen ist: dort bekommt man reizvolle Unterwäsche in allen Variationen. Mit Spitze, mit Strass, Perlen und Pailetten, Kettchen und was weiß ich nicht noch alles... Die Preise sind da aber genauso "reizvoll"! Also unter 25 € was zu bekommen, ist schon sehr schwer. Ob ich mir was gekauft habe? Das bleibt mein Geheimnis... In einem Delikatessengeschäft habe ich als Mitbringsel kleine Marmeladengläschen mit verschiedenen Geschmacksrichtungen gekauft.


In Quimper habe ich es auch endlich geschafft, um halb 12 paar Ansichtskarten zu schreiben, die ich oben im Lädchen mit den blauen Fensterläden gekauft habe. Dort habe ich mich schließlich auf eine Bank gesetzt, um heimlich den keltischen Klängen von Loreena McKennitt zu lauschen, die aus dem Geschäft drangen.



Das Städtchen lädt einfach zum Verweilen ein, ein Musikant mit einem mittelalterlichen Instrument zog mich in seinem Bann, immer wieder ging ich an ihm vorbei. (Vielleicht weiß ja jemand, wie das Instrument heißt? Siehe unten)




Später hatte er eine ganze Schulklasse um sich gescharrt und diese begleitete ihn laut singend bei einem französischen Volkslied.

In einem Lädchen bekam man Crêpe zum Mitnehmen (also immer mehrere in einer Packung), da ich aber Hunger hatte, verputzte ich gleich zwei davon.

In Quimper gibt es eine wunderschöne Gartenanlage u.a. mit Bananenstauden umrahmt von altem Gemäuer, statt Rindenmulch werden dort Muscheln zur Unkrautbekämpfung eingesetzt. Schöne Idee!






Das Wetter war herrlich und ich hätte stundenlang noch länger bleiben können.


~ Carnac ~

Gegen 13 Uhr 20 bin ich weiter mit offenem Dach nach Lorient gefahren, es hat mir aber dort nicht gefallen und bin dann weitergefahren. Um 15 Uhr war ich in Carnac gelandet und habe mir um kurz vor halb vier ein schönes Hotelzimmer (Hotel La Marine) ausgesucht. Dort habe ich ausgiebig gebadet und mich entspannt.


Gegen 17 Uhr bin ich dann wie ein neuer Mensch zum Strand gefahren. Ich ging den Strand rauf und runter spazieren, das Wasser spülte angenehm kühl um meine Beine und ich fand jede Menge schöne Muscheln.


Später setzte ich mich noch in den warmen Sand und ließ mir die Abendsonne auf die Haut scheinen.


Nach 20 Uhr hatte ich das Hotel wieder erreicht, sortierte meine angesammelten Belege und plante die Route für die am nächsten Tag anstehende Rückfahrt. Für Carnac braucht man auf jeden Fall mehr Zeit. Damit man sich u.a. in aller Ruhe die Menhire ("Hinkelsteine") anschauen kann.

Interessante Website darüber: http://www.ebba.de/Bretagne/carnac.html

Die Gegend um Carnac, wurde wahrscheinlich in der vorgeschichtlichen Periode stark bevölkert. Darauf deuten zahlreiche archäologische Funde aus dieser Zeit hin, vor allem die fast 3000 Menhire. Diese Monumente wurden wahrscheinlich zwischen 5000 und 2000 v.Chr., in der Zeit der so genannten Megalithkultur, errichtet. Die Megalithen sind unterschiedlich organisiert.

Man unterscheidet: Alignement (Steinallee), Dolmen (Ganggräber), Cromlech (Halbkreise) und Tumuli (Hügelgräber)


~ Rückfahrt ~

Nach einem ausgiebigen Frühstück am Samstagmorgen, habe ich dann um kurz nach halb 10 Uhr von Carnac den Rückweg angetreten. Über Rennes wo ich noch getankt habe, über Laval, Le Mans (Pays de la Loire), Orléans und Montargis (beides Centre-Val-de-Loire).


Jeanne d'Arc, Jungfrau von Orléans

Jeanne d'Arc, Tochter eines reichen Bauern aus Domrémy in Lothringen, wurde am 6. Januar 1412 geboren. Sie half ihren Eltern und spielte mit den Kindern. Nichts deutete auf ihre heldenhafte Zukunft während des Hundertjährigen Krieges hin. Mit 13 Jahren hörte sie "Stimmen", die ihr befahlen, den französischen König aufzusuchen und die Engländer aus Frankreich zu vertreiben. Nach mehreren Versuchen gelang es ihr tatsächlich, eine Audienz in Chinon bei Karl VII., dem französischen Anwärter auf den Thron, zu bekommen. Niemand weiß wie, aber Jeanne d'Arc überzeugte ihn von ihrer göttlichen Bestimmung. Sie bekam seine volle Unterstützung und ging mit der französischen Armee nach Orléans, damals von den Engländern belagert. Am 8. Mai 1429 befreite sie die Stadt. Dieser strategisch wichtige Sieg wurde vom Volk als ein "Zeichen der göttlichen Bestimmung" angesehen und Jeanne d'Arc gewann enorm an Popularität. Sie ging zurück zu Karl VII. und überzeugte ihn, die gefährliche Reise nach Reims zu unternehmen. Nach einer alten Tradition war Reims und nicht Paris der Ort der Krönung der französischen Könige. Am 17. Juli 1429 wurde die Zeremonie in der Kathedrale dieser Stadt vollzogen. Jeanne d'Arc, ein Bauernmädchen, war bei der Zeremonie in der ersten Reihe.

Nach seiner Krönung brauchte Karl VII. die Unterstützung von Jeanne d'Arc nicht mehr und verzichtete auf ihre Vorschläge. Im Alleingang setzte Jeanne d'Arc ihren Kampf gegen die Engländer fort, jedoch ohne große Erfolge. Am 23. Mai 1430 wurde sie von den englischen Verbündeten - den Burgundern - gefangen genommen und an die Engländer gegen eine Summe von 10000 Franken übergeben.


Jeanne d'Arc wurde der Ketzerei angeklagt. Der Prozess begann am 9. Januar 1431 in Rouen. Karl VII. konnte nicht riskieren, in Verbindung mit einer "Hexe" gebracht zu werden und unternahm nichts, um Jeanne d'Arc zu helfen. Von allen verlassen wurde sie schuldig gesprochen und am 30. Mai 1431 auf dem Marktplatz in Rouen lebendig verbrannt.



Die Rückfahrt führte mich von der Bretagne, durch die Pays des la Loire, durch Centre, Nord-Burgund (Bourgogne), Champagne-Ardenne und Lothringen (Metz).

Kirche von Bèon


Fotostop in Bèon


Zwischen Avrolles und Saint-Florentin



Kirche Saint-Étienne in Arcis-sur-Aube



~ L’Épine (Marne) ~



Basilika Notre-Dame in L’Épine



In Montargis habe ich die Nationalstraße verlassen und bin die Landstraßen durch die kleinen Ortschaften über Amilly, Château-Renard, Triguères, Douchy, Dicy, Villefranche, Bèon, Joigny und St. Florentin gefahren.

Also die Franzosen hatten scheinbar an dem Tag nichts anderes zu tun, als zu heiraten. Ich habe sieben oder acht Hochzeiten in den verschiedenen Ortschaften gesehen. Bei einer hatte man eine etwa 2,20 m hohe mit Gas aufgeblasene männlichen Puppe sinnigerweise in Sträflingskleidung hinter sich her gezogen. Witzigerweise lief grade bei mir das Lied

"Männer sind Schweine" mit der Strophe:

Und falls du doch den Fehler machst
und dir nen Ehemann anlachst,
mutiert dein Rosenkavalier dir bald
nach der Hochzeit auch zum Tier.
Doch zeigt er dann sein wahres Ich,
ganz unrasiert und widerlich:
Trinkt Bier, sieht fern und wird schnell fett
und rülpst und furzt im Ehebett
- dann hast du King-Kong zum Ehemann,
drum sag ich dir, denk bitte stets daran... *lach*

Auf der Rückfahrt habe ich mir sogar einen kleinen Sonnenbrand im Auto geholt! Es waren 30 Grad!

In St. Florentin habe ich noch für 1,04 €/l getankt und hatte 523,6 km auf meinem Kilometerzähler stehen. Dort bin ich dann die Nationalstraße (77) wieder aufgefahren, an Troyes vorbei über Arcis-sur-Aube, Châlons-en-Champagne, L`Epine, Etain, Conflans en Jarnisy wo ich noch etwas gegessen habe, über Metz und Saint Avold nach Saarbrücken. Um 23:30 Uhr hatte ich wieder deutschen Boden unter mir. Um kurz nach ein Uhr bin ich noch in Koblenz am Deutschen Eck gewesen und habe in der Nähe getankt. Ich hatte 559,7 km auf dem Zähler stehen. Um 20 nach 2 nachts war ich wieder in NRW, um Punkt viertel nach drei hatte ich das Kreuz Duisburg-Kaiserberg erreicht und um Punkt 3:41 Uhr bin ich hier bei mir zu Hause auf den Platz gefahren. Die Autobahn war leer! Ich brauche keinen Führerschein, ich brauche einen Pilotenschein! Ca. 200km/h auf die A3 und A 31 haben es möglich gemacht, diese Distanz in einer so kurzen Zeit zu schaffen, ansonsten kaum möglich!

Eines weiß ich ganz genau! Ich hatte einen Riesenspaß, aber es war auch eine Strapaze! Es hat sich auf alle Fälle gelohnt und ich würde eine ähnliche Tour noch einmal machen. Allerdings würde ich auf den Besuch nach England verzichten und Brest kann man auch sein lassen. Schöner wäre es natürlich zu zweit. Alleine mache ich so eine Tour in einer so kurzen Zeit nicht noch einmal. Man sieht zwar viel, kann aber alles gar nicht genau registrieren und ständig fotografierend durch die Gegend rennen macht man auch nicht. Es waren sehr viele schöne Momente, da man gerne jemanden dabei gehabt hätte, mit dem man seine Gedanken hätte austauschen können. Aber es hatte auch etwas von Survival an sich. Frankreich ist ein wunderschönes Land, mit freundlichen Leutchen, schönen Ortschaften, viel auch unberührter Natur und leckeren Speisen.

Was mich am meisten freut, ist auch, dass ich keine einzige Beule am Auto bekommen habe! Weder in Paris, wo die eh fahren, wie die Irren, aber man passt sich entweder an oder geht zu Fuß! Also ist ja klar, was ich gemacht habe... Über den Fahrstil konnte ich mich teilweise nur wundern. Erstens fahren die einem dauernd so arg auf, dass man glaubt, der krault dir gleich den Nacken oder derjenige pennt vor sich her, dass man meint, die tragen ihr Auto um die Kurve... Beschleunigungsstreifen sind zum Parken da (ironisch gemeint) und manche sind schon so alt und fahren trotzdem noch, obwohl die bestimmt vergessen haben, dass sie im Auto sitzen und nicht im Sarg... (jetzt aber nicht gemein werden) Zum Überholen brauchen die ewig, da ist ja auf Autobahnen und Nationalstraßen mit getrennten Doppelfahrstreifen nur 110 km/h erlaubt, ansonsten 90 km/h. Wenn nicht grade einer angeschossen kommt (meistens jüngere Autofahrer), überholen die einen minutenlang mit 2 km/h mehr als der zu Überholende... Deshalb fahren die auch so dicht auf... Also ruhig bleiben, nicht aufregen und locker bleiben, die machen das immer so... die Franzosen...

~ Ende ~